Der Vertrag von lissabon kurzfassung

1957: Der Gemeinsame Markt und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) werden durch den Vertrag von Rom geschaffen. Der Gemeinsame Markt ermöglicht es den Mitgliedstaaten, frei miteinander zu handeln, wobei die Einfuhr-/Ausfuhrsteuern zu den Kosten ihrer Waren hinzukommen. Vor dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon bestand die Union aus drei Rechtssäulen, von denen nur der Pfeiler der Europäischen Gemeinschaften eine eigene Rechtspersönlichkeit hatte. Mit dem Vertrag von Lissabon wurde dieses Säulensystem abgeschafft, und als konsolidierte Einheit hat die Europäische Union die Rechtspersönlichkeit der Europäischen Gemeinschaften abgelöst. Daher ist die EU nun in der Lage, internationale Verträge in ihrem eigenen Namen zu unterzeichnen. Die Europäische Union hat beispielsweise unmittelbar nach dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon die Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation erhalten, da die Europäischen Gemeinschaften bereits Mitglied dieser Organisation waren. [18] Die Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon fand am 13. Dezember 2007 in Lissabon, Portugal, statt. Die Regierung Portugals hat aufgrund des damaligen Vorsitzes des Rates der Europäischen Union eine Zeremonie im Kloster Jerénimos aus dem 15. Jahrhundert, dem gleichen Ort, an dem Portugals Beitrittsvertrag zur Europäischen Union (EU) unterzeichnet wurde, 1985 unterzeichnet.

[25] Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten waren anwesend und unterzeichneten den Vertrag als Bevollmächtigte, die das Ende der Vertragsverhandlungen markierten. Darüber hinaus wurde erstmals auch ein EU-Vertrag von den Präsidenten der drei wichtigsten EU-Institutionen unterzeichnet. 2008: Irland hält ein Referendum über den Vertrag von Lissabon ab, der einzige EU-Mitgliedstaat, der dies tut. Der Vertrag sieht derzeit eine Verringerung der Zahl der Kommissionsmitglieder ab dem 1. November 2014 vor, wenn ihre Zahl auf zwei Drittel der Zahl der Mitgliedstaaten reduziert werden soll und ein Rotationssystem funktioniert, um festzulegen, welcher Mitgliedstaat einen Kommissar für eine bestimmte Amtszeit entsenden wird. Dies wird nun nicht geschehen, denn um den Weg für das zweite irische Referendum zu ebnen, das er im Dezember 2008 zugesagt hat, dass nach Inkrafttreten des Vertrags beschlossen wird, die Zahl der EU-Kommissare für jeden Mitgliedstaat auf einem zu halten. Nach der Ratifizierung des Vertrags von Lissabon durch die Tschechische Republik am 3. November 2009 wurde der Vertrag von Lissabon (der Vertrag) nun von allen EU-Mitgliedstaaten ratifiziert und tritt am 1.

Dezember 2009 in Kraft, obwohl einige Bestimmungen erst zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten werden. Der Vertrag von Lissabon ändert die bestehenden Verträge, um die notwendigen Änderungen vorzunehmen, damit eine erweiterte EU mit 27 Mitgliedstaaten effektiver arbeiten kann. Außerdem wird die Art und Weise, wie EU-Rechtsvorschriften vorgeschlagen und angenommen werden, geändert. Ziel dieses Briefings ist es, einen kurzen Überblick über einige der wichtigsten durch den Vertrag eingeführten Änderungen zu geben. Zwei Verträge, der Vertrag über die Europäische Union (EUV) und der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), werden die Grundlage der EU bilden, und beide Verträge sowie alle Protokolle werden denselben rechtlichen Wert haben.