Lauterbacher Muster

Tamara Stöpler hat das Schnittmuster für die Mundschutz-Masken entworfen. Geschult würden die Mitarbeiter im richtigen Verwenden und Tragen der Masken, die nur an der Halterung angefasst werden dürften. Klar sei natürlich nach wie vor, dass Ärzte und Pflegekräfte auf der Intensiv- und Isolierstation mit professionellen Masken und Schutzanzügen ausgestattet würden. „Sollte das nicht mehr gewährleistet sein, könnten wir keine Corona-Patienten mehr aufnehmen“, gibt der Chefarzt zu bedenken, der auch ausdrücklich weitere hilfsbereite Näherinnen und Näher dazu auffordert, sich im Krankenhaus zu melden, da jede Hand gebraucht werde. „Wer anruft, bekommt per Post Schnittmuster und Stoff“, verspricht der Arzt. Die vielen fleißigen Helfer nähen nicht einfach munter drauflos. Sondern streng nach Plan beziehungsweise Schnittmuster, das die Frischbörnerin Tamara Stöpler ausgetüftelt hat – in Kooperation mit der Hygienefachfrau des Krankenhauses, Dagmar Nigge, und Tobias Plücker, dem Kardiologie-Chefarzt und Hygieneverantwortlichen, die beim Entwerfen die Tauglichkeit im medizinischen Alltag begutachtet haben. Die Mund-Nasen-Schutze bestehen aus doppelt vernähtem Baumwollstoff und sind mit einem speziellen Flies versehen, das für die Aufnahme von Feuchtigkeit sorgen soll. Waschbar sind sie bei 60 Grad. FrauMartina MustermannTel: 01863 41 41-0 martina.mustermann@kv-musterstadt.de Covid-19 ist nicht wie eine normale Lungenentzündung, die meist mit einem Antibiotikum behandelt werden kann. Wenig später zeigt sich dabei, dass das Antibiotikum anschlägt.

Bei Covid-19 ist es eine andere Situation, bei einem Virus hilft kein Antibiotikum. Die Lungen, die wir auf den Röntgenbildern sehen, sind stark geschädigt und sehen auch sehr lange Zeit erschreckend schlecht aus. Die langwierigen Verläufe sind dabei die besondere Problematik dieser Erkrankung, teilweise müssen die Patienten drei bis vier Wochen lang beatmet werden, werden häufig bei schwerem Lungenversagen auf dem Bauch gelagert, um die Lunge zu entlasten. Aus Zimmer 3 ist ein lautes, krächzendes Husten zu hören, die Schiebetür öffnet sich und die Intensivpflegerin kommt wieder heraus. Ein Großteil der Schutzkleidung hat sie noch im Patientenzimmer ausgezogen und entsorgt, alles hinter der Tür könnte kontaminiert sein.